Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hat die den sicheren Grenzwert für Trifluoressigsäure (TFA) in Lebensmitteln gesenkt.
Trifluoressigsäure (TFA) ist ein Abbauprodukt, der Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), zu denen auch bestimmte fluorhaltige Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln gehören.
Die zulässige tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake, ADI) wurde von 0,05 mg pro kg Körpergewicht und Tag auf 0,014 mg pro kg Körpergewicht und Tag gesenkt. Die neue akute Referenzdosis wurde auf 0,07 mg pro kg Körpergewicht festgelegt. Grund hierfür sind neue Erkenntnisse, unter anderem hinsichtlich der Beobachtung, dass TFA das Schilddrüsenhormon Thyroxin negativ beeinflusst, welches eine wichtige Rolle bei vielen regulatorischen Vorgängen im Körper spielt.
Diese Werte sind zunächst HBGVs (Health-Based Guidance Values) und damit keine unmittelbar geltenden Höchstwerte für Lebensmittel. Die EFSA betont jedoch, dass sie die Grundlage für weitere EU-Entscheidungen bilden können. Für die Lebensmittelanalytik ist daher aktuell eher mit einer Übergangsphase zu rechnen. Die EFSA-Bewertung vom Juli 2026 erhöht den regulatorischen Druck erheblich. Aus einem ADI von 0,014 mg/kg KG/Tag lässt sich jedoch nicht unmittelbar ein einheitlicher TFA-Höchstwert, beispielsweise 0,01 oder 0,1 mg/kg Lebensmittel, ableiten.
IHR PLUS: Die AGROLAB GROUP bietet die Untersuchung auf TFA-Rückstände in Trinkwasser und Lebensmitteln im Rahmen ihres umfassenden Analysedienstleistungsportfolios an.
Autor Dr. Frank Mörsberger, AGROLAB GROUP

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