Untersuchungen des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) haben ergeben, dass Eier aus Eigenhaltung aufgrund von Würmern, die aus dem Boden aufgenommen werden, deutlich höhere PFAS-Werte aufweisen können als Eier aus dem Handel.
Das RIVM untersuchte die Quelle von PFAS in selbst produzierten Eiern, die oft von Hühnern gelegt werden, die als Hobby in Gärten, Kleingärten, Weiden für Vieh und Kinderbauernhöfen gehalten werden. Als bedeutende Quelle für PFAS in Eiern von Hobbyhühnern, die im Freien herumlaufen erwiesen sich Regenwürmer. In diesen wurden relativ hohe Mengen an PFAS gefunden. PFAS sind nicht nur in den Niederlanden überall in der Umwelt vorhanden. Diese Umweltkontamination ist vorwiegend auf Emissionen aus der Industrie zurückzuführen. Sind PFAS erst einmal in die Umwelt gelangt, werden sie kaum abgebaut. Die EU-Kommission plant einen weitgehenden Verwendungsstopp von PFAS, was jedoch nur zukünftige Kontaminationen vermeiden hilft. Derzeit könnten Menschen und insbesondere Kinder über Lebensmittel und Trinkwasser mehr PFAS aufnehmen, als der gesundheitsbezogene Richtwert vorsieht. PFAS in selbst produzierten Eiern bzw. Eiern aus Freilandhaltung können einen erheblichen Beitrag zur Exposition leisten, wie diese Studie zeigte.
IHR PLUS: Wir könnten zwar auch den PFAS-Gehalt von Regenwürmern untersuchen, aber es ist sinnvoller, Freilandeier auf PFAS-Rückstände untersuchen zu lassen.
Autor Dr. Frank Mörsberger

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