Laborleiter

In der digitalen Veranstaltung wurden Neuerungen im Bereich des QS-Rückstandsmonitorings besprochen. Die Vorträge handelten beispielsweise von der Gestaltung der Untersuchungspakete oder über die Bromidbestimmung in pflanzlichen Lebensmitteln.

 

Traditionell findet das Laborleitertreffen der QS-anerkannten Labore im Obst- und Gemüse-Rückstandsmonitoring zu Beginn der „Fruit Logistica“ in Berlin statt.

Doch in diesem Jahr ist natürlich alles pandemie-bedingt anders. Virtuelle Veranstaltungen haben auch positive Seiten. Zwar entfällt die wichtige persönliche Begegnung und die kollegialen Gespräche am Rande, aber dafür konnten dieses Jahr deutlich mehr Teilnehmer*innen registriert werden. Auch AGROLAB war dieses Mal mit vier Kolleg*innen der AGROLAB LUFA in Kiel (Stefanie Denker, Jenny Schönbeck, Martin van der Heide und Dr. Hubert Wehage) und unserem Laborleiter Giulio Lora von AGROLAB Italien vertreten.

 

Themen des QS-Laborleitertreffen

Im Rahmen des Laborleitertreffens wurden Neuerungen im Bereich des QS-Rückstandsmonitorings besprochen und aktuellen Themen in der Rückstandsanalytik von Obst und Gemüse diskutiert. Bei den Teilnehmer*innen sind auch die Vorträge der Referenten gut angekommen. Dr. Lutz Alder widmete sich der Fragestellung nach der Prioritätssetzung bei der Gestaltung von Untersuchungspaketen. Denn es ist kein Geheimnis, dass der volle Umfang aller in der EU geregelten Rückstandshöchstmengen weder analytisch sinnvoll noch wirtschaftlich vertretbar in den Untersuchungspaketen abgebildet werden kann. Aus diesem Grund müssen risikobasierte und technisch realisierbare Kompromisslösungen gefunden werden. Andreas Hentschel Obmann der AG Pestizide in der GdCH fasste die Ergebnisse des 13. European Pesticide Residue Workshops (EPRW) vom Mai 2020 für die Teilnehmer*innen zusammen. Zum Thema der Bromidbestimmung in pflanzlichen Lebensmitteln referierten gleich drei geschätzte Kollegen gemeinsam: Dr. Hermann Unterluggauer (AGES-Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), Dr. Andreas Schürmann (Kantonales Labor Zürich) sowie Dr. Günther Kempe (Berater für Rückstandsanalysen von Pestiziden und Tierarzneimitteln).

 

Nach dem erfolgreichen virtuellen Meeting, wäre es durchaus bedenkenswert dieses Format auch nach überstandenen Corona-Einschränkungen beizubehalten. Unser Vorschlag an die Organisatoren der QS, denen wir unsere Anerkennung ausdrücken möchten, lautet, zukünftige Präsenzveranstaltungen mit der Option einer alternativen virtuellen Teilnahme zu kombinieren.

 

IHR PLUS: Ein gut funktionierende internationales Netzwerk sowie der regelmäßige Austausch der Pestizidexpert*innen der AGROLAB untereinander und mit Kolleg*innen anderer Labore sichert den fachlichen Konsens bei kniffligen Fragestellungen und schafft Vertrauen in die analytische Kompetenz der „QS-Labore“.

 

 

 

Link: https://www.q-s.de/news-pool-de/laborleitertreffen

 

 

Autor: Dr. Frank Mörsberger

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