Hände schütteln

Der diesjährige Workshop der Nationalen Referenzzentrums für authentische Lebensmittel (NRZ-Authent) fand, wie die meisten Veranstaltungen in diesem Jahr, virtuell als Online-Konferenz statt.

 

Das Interesse am Austausch der vornehmlich aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung zugeschalteten Kolleg*innen an den Experten-Vorträgen zu den Herausforderungen im Kampf gegen Lebensmittelbetrug war sehr hoch. Am ersten Tag verfolgten ca. 160 Teilnehmer*innen die Referate und beteiligten sich an den zeitlichgroßzügig bemessenen Diskussionsrunden.

Prävention und Bekämpfung von Lebensmittelbetrug/Food Fraud auf nationaler und europäischer Ebene

Neben den Aktivitäten auf Bundesebene des NRZ-Authent Netzwerks informierte der Workshop über die europäischen Massnahmen, die zur systematischen Prävention und Bekämpfung von organisierten Betrugsversuchen im bereich der Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel ergriffen werden und welche Herausforderungen in diesem Umfeld zu bewältigen sind. Es kamen Fachleute aus der analytischen Methodenentwicklung und –standardisierung , der amtlichen Lebensmittelkontrolle, den Zollbehörden, der Staatsanwaltschaft ebenso zu Wort, wie der renommierte Lebensmittelrechtler Alfred Hagen Meyer. In der Januar-Ausgabe planen wir einige Kernaussagen aus dem Workshop ein wenig tiefer zu beleuchten.

Neue Trends im Visier

Für uns als privates Dienstleistungsunternehmen ist es wichtig, dass wir die Trends erkennen und Fortschritte sehen, die behördlicherseits auf Landes- und europäischer Ebene zur Bekämpfung von “Food Fraud” erreicht werden.

 

Bedauerlicherweise werden die gewonnen Erkenntnisse aus multi-disziplinären Risikoanalysen und (im Aufbau) befindlichen Datenbanken gegenwärtig noch unzureichend bzw. mit Zeitverzug mit Stakeholdern ausserhalb der amtlichen Überwachungsbehörden geteilt. Hierfür wurde um Verständnis geworben und darauf verwiesen, dass der Informationsaustausch mit der Lebensmittelwirtschaft und den Labordienstleistern noch verbessert werden soll. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir als Vertreter der Dienstleistungslabore uns an derartigen Diskussion aktiv beteiligen können.

 

Last but not least soll Dr. Ilka Haase und ihren KollegInnen Anerkennung für die Zusammenstellung des interessanten Programms und der erfolgreichen Organisation des Online-Workshops im Coronajahr ausgesprochen werden.

 

Mehr Info unter: https://www.mri.bund.de/de/nrz/forschung/

 

Autor: Dr. Frank Mörsberger

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