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Die EU-Kommission hat nach längerer Vorbereitungszeit nun eine umfangreiche Leitlinie zur Abgabe von Lebensmitteln als Sachspenden herausgegeben.

Vor dem Hintergrund der täglichen Verschwendung von Lebensmitteln in Europa hat sich die Kommission bemüßigt gesehen, sich Gedanken zu einer geregelten kostenlosen Abgabe von Lebensmitteln zu machen. Überschüssige Lebensmittel oder Lebensmittel, die aus anderen Gründen nicht mehr regulär verkauft werden können, aber für den menschlichen Verzehr geeignet sind, sollten nicht im Abfall landen, sondern über karitative Organisationen an sozial bedürftige Menschen abgegeben werden dürfen.
Mit den Leitlinien sollen die nationalen Länderregierungen einen gemeinsamen Rahmen für eigene Regelungen erhalten, die den Helfern helfen soll, sich im juristischen und fiskalischen Paragraphendschungel zukünftig nicht zu verlieren.

Als ehemaliger Standortleiter der LUFA-ITL in Kiel hatte ich vor 10 Jahren selbst einmal versucht, unsere sogar auf Rückstände und Verkehrsfähigkeit hin geprüften, Rückstell- und Restproben, die unsere Kunden nach Abschluss der Analysen in der Regel nicht zurücknehmen, der „Kieler Tafel“ als Sachspende zu überlassen. Die Leute hätten sich über frisches Obst, knackiges Gemüse, unberührte Käse- und Wurstpackungen riesig gefreut. Ich musste die Idee jedoch schnell verwerfen. Die zahlreichen Hürden, die sich in der praktischen Umsetzung zeigten, entmutigten uns sehr schnell.
Ob es mit den wohlgemeinten EU-Leitlinien zukünftig für Lebensmittelhersteller, -Händler oder Gastwirte einfacher wird, einwandfreie Lebensmittel für wohltätige Zwecke zu spenden, anstelle sie fachgerecht entsorgen zu lassen, wage ich nach Durchsicht des 50 seitigen Dokuments zu bezweifeln.

Link: https://ec.europa.eu/food/

 

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