Feld mit Raps

Saatgut aus Frankreich enthält gentechnisch veränderten GT73 Raps. Vergleichbare Partien, die aus demselben Saatgut hergestellt wurden, gelangten auch in anderen europäischen Ländern in den Verkehr, mitunter in Deutschland.

 

Die EU Kommission und die EU Mitgliedsstaaten wurden im November 2018 von den zuständigen französischen Behörden über den Fund von geringen Anteilen an GT73 Raps in einer Partie von konventionellem Rapssaatgut informiert. Bei GT73 Raps handelt es sich um eine gentechnisch veränderte Rapssorte der Firma Bayer (Monsanto), deren Anbau in der EU verboten ist. Hierbei gilt die Nulltoleranzregel der EU. Bisher konnte noch nicht abschließend geklärt werden wie die Samen des Raps GT73 in das Saatgut gelangen konnten.

 

Vergleichbare Partien, die aus demselben Saatgut hergestellt wurden, gelangten auch in anderen europäischen Ländern in den Verkehr, mitunter in Deutschland. Zum Zeitpunkt der Bekanntmachung waren sowohl in Frankreich als auch in Deutschland bereits Teile dieser Partien ausgesät worden. Insgesamt ist von einer betroffenen Fläche von 11.000 Hektar Winterraps die Rede, die auf behördliche Anordnung hin vor der Blüte im Jahr 2019 umgepflügt werden muss. Nur so ist eine Vermehrung von potentiell enthaltenem GT73 Rapssaatgut zu verhindern. Kritische Stimmen warnen jedoch davor, dass Rapssaatgut 20 Jahre lang keimfähig im Boden überdauern kann und solange auch ein Risiko des Auskeimens von gentechnisch verändertem Raps besteht. Es muss also auch künftig sichergestellt werden, dass es nicht zur ungewollten Keimung von Rapssaatgut auf den betroffenen Flächen kommt.

 

Unabhängig vom EU-Anbauverbot von GT73 Raps ist diese Sorte als Lebensmittel und Futtermittel in der EU zugelassen und eine Gesundheitsgefährdung von Mensch und Tier ist nicht zu erwarten.

 

Ihr Plus: Möchten Sie sich absichern und Ihr Saatgut oder Ihr Futtermittel auf eine Verunreinigung mit GT73 Raps untersuchen lassen stehen wir Ihnen als kompetenter Laborpartner für GVO-Analysen gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich für ein individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasstes Angebot an unseren Ansprechpartner in Ihrer Region (Ihren Ansprechpartner finden Sie mit Hilfe des Kontaktfinders auf der rechten Seite unserer Website).

 

Autor: Dr. Martin Hanauer

 

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